Annerose Gundlich

Garten- und Landschaftsarchitektur

naturnahe Gärten

Zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensräume und der damit zusammenhängenden Zufriedenheit und Gesundheit der Menschen bietet sich die naturnahe Gestaltung unserer Umwelt in Form von Parks und Außenanlagen um öffentliche und private Gebäude, ebenso an wie die Schaffung von Landschaftsschutzgebieten oder Naturschutzgebieten.

Gerade in der naturnahen Gestaltung von Hausgärten, Grünflächen im Stadtbereich und Außenanlagen von Gewerbe- und Industriegebäuden liegt eine große Chance die natürliche Schönheit unserer heimischen Pflanzen wieder zu entdecken und akzeptieren.
Das Gleichgewicht zwischen Natur, Umwelt, Pflanzen, Tieren und Menschen wird verbessert bzw. wieder hergestellt.

Wenn wir Flächen naturnah gestalten, ihren Standort angemessen berücksichtigen, das jeweilige Klima und die Bodenverhältnisse beachten, die dem Standort eigene Flora und Fauna erkennen und weiterentwickeln und den kulturellen Traditionen der Umgebung Rechnung tragen, dann würdigen wir das charakteristische und vielfältige Aussehen der unterschiedlichen Landschaften - und - hören auf ihre einzigartigen regionalen Identitäten zu zerstören.

Zu einer naturnahen Gartengestaltung gehört als erstes eine Standortanalyse.
Es werden alle wichtigen Faktoren bezüglich der räumlichen Eingliederung, der Form des Grundstückes, der Höhenlage, des Klimas, der Bodenverhältnisse, der vorhandenen Flora und Fauna sowie die charakteristischen Merkmale der Umgebung u.ä. erfasst.
Danach werden die Vorstellungen und Wünsche des Bauherren aufgenommen.
Mit der Beleuchtung aller Vorhaben und der Überprüfung auf ihre Verwirklichung wird ein Planungskonzept in Form eines Planes erarbeitet. Zusätzlich wird die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens aufgezeigt. Bauherr und Planer arbeiten intensiv bis zu Verwirklichung des Projektes zusammen.

Naturnahe Gärten können beispielsweise Küstengärten, Kiesgärten, Waldgärten, Schattengärten, Wassergärten, Graslandgärten, Präriegärten, Wüstengärten, mediterrane Gärten, exotische Gärten oder Stadtgärten sein - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Pflegeleichter Garten

Jeder Garten kann pflegeleicht sein, sofern man bei der Planung die entsprechende Bodenmodellierung, Gestaltung der Wege und Plätze, die Auswahl der Baumaterialien und vor allem eine standortgerechte Auswahl der Pflanzen vornimmt.

Nur wenn die Faktoren: BODEN, WASSER, LUFT und NÄHRSTOFFE für die Pflanzen stimmen, wachsen sie optimal, gesund und weitestgehend schädlingsfrei und benötigen keine bzw. kaum Pflege!

Achten Sie also immer darauf, dass Sie für Ihre Pflanzen den richtigen Standort im Garten wählen!

Was Sie von Ihrem Garten wissen sollten:
Ist der Garten: offen, abg
eschlossen, ummauert, ein Innenhof, ein Dachgarten?
Ist der Boden: steinig, tonig, lehmig, sandig?
Ist der Boden: trocken, feucht, frisch, nass?
Ist der Boden: kalkhaltig, neutral, sauer?
Regnet es in der Region: viel, häufig, wenig, kaum?
Ist die Luft: trocken, feucht, salzhaltig?
Ist die Luft: oft windig, eher windstill?
Wo liegt die Hauptwindricht
ung: Westen, Süden, Osten, Norden?
Ist es am Standort: sonnig, halbschattig, schattig?
Gibt es vorhandene Gehölze in der Umgebung: Art, Alter, Größe, Wurzelwerk?
Gibt es ein sichtbares Bodenleben: Regenwürmer, Käfer, Spinnen, Larven?
Ist der Boden: karg,
nährstoffarm, nährstoffreich, humos, moorig?

Was Sie von den Pflanzen, die Sie gerne in Ihrem Garten hätten, wissen sollten:
Name, Gattung und spezielle Sorte der einzelnen Pflanze
Ansprüche der Pflanzen bezüglich Boden, Wasser, Luft und Nährstoffbedarf

In Baumschulen, Gartencentern, bei Landschaftsgärtnern und Garten-und Landschafts-Architekten erhalten Sie hierüber kompetente Auskünfte.

Haben Sie die passende Pflanze für Ihren Garten gefunden?
Passen alle Faktoren von Gartenstandort und Pflanzenart zusammen?
Wenn ja: Sie können sich zurücklehnen und Ihren Garten genießen! Sie benötigen den geringsten Pflegeaufwand für Ihre Pflanzen, denn die Natur besorgt alles, was für ein gesundes Wachstum notwendig ist. Es bleibt Ihnen überlassen, die Göße der Pflanzen entsprechend dem natürlichen Wuchs (Habitus) durch Schnitt zu beschränken.
Wenn nein: Selbst bei nur einer Abweichung von einem der oben genannten Faktoren kann es zu Waschstumsbeeinträchtigungen, Krankheiten und Schädlingsgefall kommen. In diesem Fall müssen Sie Ihre Pflanzen durch Pflegemaßnahmen wie gießen, schneiden, festbinden, düngen oder Schädlingsbekämpfung unterstützen.