Annerose Gundlich

Garten- und Landschaftsarchitektur

Geomantie

Die Kunst der harmonischen Gartengestaltung entwickelte sich an unterschiedlichen Plätzen der Erde jeweils auf eigene Art.

In der westlichen Welt wurde die Gartentradition von der Ästhetik und den Wertvorstellungen der jeweiligen Zeitepoche bestimmt. Oft wurden die Gärten nach speziellen „Energie-Kriterien“ angelegt, die die Wechselwirkung zwischen Erde, Mensch und Natur und den himmlischen Kräften verbanden.
Dieses Wissen wird als „Geomantie“ bezeichnet.
Es stellt gewissermaßen das Pendant zur Lehre des fernöstlichen „Feng Shui“ dar. Beide Lehren ergänzen sich wunderbar.

Durch viele Weiterbildungen und Studien bin ich in der Lage meine Planungen entsprechend beider Lehren umzusetzen.
Das gute Gespür für die vorhandenen Energien vor Ort und die Ausnutzung derselben für die geplanten Vorhaben ist die Kunst der Geomantie.

Das Wort „Geomantie“ kommt aus dem griechischen und bedeutet: „ge“ = Erde und „mantis“ = Wahrsager.
Darunter versteht man die Wissenschaft der Harmonisierung von menschlichen Siedlungen und Aktivitäten mit der sichtbaren und unsichtbaren Welt die uns umgibt.

In der heutigen Zeit, in der viele Menschen in einer künstlichen Umgebung, in Städten und Großstädten leben, deren Leben geprägt ist von Konsum, Industrie und Maschinen, Gewinnzwang und Vorteilsnahme ist die Verbundenheit mit der Natur häufig nicht mehr vorhanden. Diese Disharmonie wirkt sich jedoch aus durch Unzufriedenheit, Aggressivität, Lethargie, Perspektivlosigkeit und Krankheit.

Hier bietet die Gestaltung der Wohnungen aber besonders der Außenanlagen, der Gärten, egal welcher Größe, unter Berücksichtigung geomantischer Aspekte die Möglichkeit wieder eine Harmonie zwischen Gartenbesucher, der realen Welt und der Natur herzustellen.

Es ist wichtig die für die Benutzer einer Anlage positiv wirkenden Elemente zu finden und zu verwenden. Für die Gestaltung notwendig ist es die richtige Wegeführung zu wählen, Gebäude, Sitzplätze, Ruhe- oder Aktivzonen vorteilhaft zu platzieren, das Gelände in der dem Zweck der Planung sinnvollen Weise zu profilieren. Die Proportionen aller Gestaltungselemente müssen zueinander ins richtige Verhältnis gestellt werden.

Besondere Bedeutung kommt natürlich der Wahl der verwendeten Baumaterialien, und hier besonders die der Pflanzen zu. Schmückende und sinnbildhafte Elemente müssen berücksichtigt werden.
Alle Elemente müssen von Innen (Erfahrung über alle Sinne) und Außen (die Umgebung einbeziehend) in einem harmonischen Miteinander verbunden sein.
Gärten/ Außenanlagen, die unter den vorgenannten Gesichtspunkten geplant und gebaut werden fördern nicht nur das Wohlbefinden der Besucher im privaten Bereich.
Solche Außenanlagen tragen zur Verbesserung des Betriebsklimas von Industriebetrieben und Fabriken bei. Die Heilung der Patienten von Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken kann gefördert und beschleunigt werden. Die gute Planung von Schulhöfen und Kindergärten fördert die Entwicklung der Kinder. Parks und öffentliche Anlagen werden selbstverständlicher von den Besuchern angenommen, der Vandalismus wird weitgehend ausgeschlossen. Einrichtungen in der freien Landschaft werden harmonisch eingebunden und als solche akzeptiert und erhalten.